Geschichte und Konzept

Bis zum Jahr 1970 unterhielten die Augustiner in Germershausen ein Progymnasium und ein kleines ordenseigenes Internat. Dafür war 1964/65 ein Neubau errichtet worden, der 60 Schülern Platz gewährte. Fünf Jahre später musste die Schule allerdings wegen Schülermangel geschlossen werden. Durch Verhandlungen zwischen dem Bischöflichen Stuhl in Hildesheim und der Deutschen Augustinerprovinz kam es zur Errichtung einer Bildungsstätte in den leer gewordenen Räumen.
Sie wurde - nach eineinhalbjährigem Umbau - am 13.04.1972 unter dem Namen "St. Martin" ihrer Bestimmung übergeben: ein Bildungsprogramm vor allem für Familien anzubieten.

Im Jahr 2000, in dem auch umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Haus durchgeführt wurden, kamen für die Bildungsstätte durch eine Vereinbarung zwischen dem Bistum und dem Augustinerorden die Aufgaben eines "Pastoralen Zentrums für die Südregion der Diözese" hinzu. Seitdem bemüht sich die Bildungsstätte in noch größerem Umfang, die Seelsorge der Gemeinden in dieser Region zu unterstützen.

Zum Ende des Jahres 2010 zog sich der Augustinerorden wegen eigener Personalknappheit aus der Leitung und Mitarbeit in der Bildungsstätte zurück.
Seither arbeitet die Bildungsstätte mit etwas verändertem Konzept (der Anteil an eigenen Angeboten wird verringert und der Beleganteil erweitert) aber grundsätzlich gleicher Aufgabenstellung: Pastorales Zentrum für die Südregion zu sein und ein Haus für Familien.

Seit Oktober 2011 sind die Umbaumaßnahmen im zweiten Stock, dem „Eichsfeldflur“ abgeschlossen, der nun mit vier 5-Bettzimmern, vier Doppel-  und zwei Einzelzimmern vor allem für Familien mit mehreren Kindern und Schulklassen eine geeignete Unterbringung bietet.